Im folgenden findet ihr einige Infos zu verschiedenen Tänzen und Kleidungsstücken und eine besondere Ausführung zum Thema Tribal.

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Abaya Ein Kleid, das beim Khaleegy getragen wird. Der dünne Stoff ist meist aus Seide oder Leinen, aber immer reich mit Goldfäden bestickt. Das Kleid ist überlang und wird in den Tanz mit eingebunden, indem die Tänzerin es hochhebt und bewegt.

Afro-Oriental Fusion von afrikanischen und orientalischen Tanzelementen. Meist im animalischen "Felloutfit" getanzt.

Ägyptischer Stil Raqs Sharqi-Stil aus Ägypten (Kairo). Sehr zentriert udn isoliert, anders wie beim amerikanischen Stil.

Akrobatik Tänze mit vielen akrobatischen Elementen, wie Überschläge, Balancetechniken mit Säbeln, Kerzen, Stöcken, oder Leuchtern.

American Tribal Stil (ATS) Auch Neo Tribal oder New Age Tribal. Reiner Gruppentanz. Die Gruppe bildet einen Stamm und zeichnet sich aus durch individuelle Kostüme und viel nordafrikanischem oder afghanischen Folkloreschmuck. Als individuelles Mermal dient oft die Gesichtsbemalung, ähnlich die der Berberstämme Nordafrikas. Der Tanz ist beherrscht durch Improvisation und Synchronität, Harmonie und Stolz. Tanzelemente verschiedener Kulturen werden mit einbezogen. Siehe auch Tribal und Fusion.

Amerikanisch- Arabischer Tanzstil Klassische ägyptische Tanzelementen werden mit modernen Tanz- und Showparten ergänzt. Auf Show und Unterhaltung ausgelegt.

Arabic-Flamenco Mit Elementen aus dem Flamenco, teils erinnert nur das Lied an Spanien/Flamenco, teils besitzen die Lieder auch typische spanische oder lateinamerikanische Rhythmen.

Arabic-Indian-Fantasy Fantasietanz mit arabischen und indischen Tanzelementen.

Arabic-Pop Auch Egypt Pop. Moderne ägyptische Popmusik und arabische Hits.

Arabisch-andalusischer Stil Verschmelzung arabischen Tanzstile mit spanischen Elementen (Flamenco).

nach oben

Baladi Wörtlich: "meine Stadt, mein Land". Frauensolotanz, populärer Tanz des ägyptischen Volkes, Improvisationstanz. Stil aus Kairo und dem mittleren Nildelta. Tanz mit bodenständiger, erdiger Ausstrahlung. Die Tänzerin trägt ein durchgängiges Kleid oder bei einem Zweiteiler auf jeden Fall ein Bauchnetz. Wirkt durch Gestik und Mimik kokett und verspielt. Gliedert sich häufig in mehrere Teile.
1. Awwady: Einführung, langsamer, improvisierter Taqasim, Musik trägt die Bewegungen, einspielen, in Melodie "schwanken" und biegen.
2. Me-Attaa: Frage-Antwort-Spiel mit dem Trommler, Tanzstil konservativ und scheu, sinnlich und weiblich
3. Maqsoum-Rhythmusteil: schneller, ohne tänzerische Enge, viel Hüftschwung
4. Tet: nostalgischer Sound der ägyptischen Landbevölkerung
5. die "Heimkehr": Fellahi-Rhythmus, getanzt mit ägyptischem Gang und Schreit-Tanz-Schritt, Saidi-Sprüngen
6. Awwady Taqasim: ruhiger Ausklang, ausbaufähig mit Trommelsolo

Bauchtanzroutine komponiertes oder neu arrangiertes orientalisches Tanzstück für eine Bauchtänzerin, ca. 5 bis 30 Minuten mit Aufteilung in verschiedene Musik - oder Tanzstilparts:
1. Intro/Overtüre/Entrance: Vorstellung und Begrüßung, lebhafter Teil, z.B. mit Schleier, oft Malfouf-Rhythmus
2. mittelschnelles Stück aus populärer mitreißender Musik, klassisches Raks Sharki Tanzstück oder Gesangsstück, Maksoum-, Ayub-, Masmoudi-Rhythmus, Bodenteil oder Zimbeltanz 3. Taqsim: dramatischer Höhepunkt, Solo-Instrumentalteil ohne Trommelakzentuierung, binnenkörperliche Tanzbewegungen wie Shimmy/ Hüftkreise, Bauchrollen und Kamele zur weichen und ruhigen Musik, oft mit Ciftelli oder Masmoudi Kebir 4. Zwischenspiel
5. Trommelsolo: ekstatischer Höhepunkt, stark und rhythmisch, Kommunikation mit Trommler und Publikum durch Rhythmen, Interpretation des Trommelspiels 6. Finale: Auflösung der Spannung durch flotten, leichten Endpart, Variante des Intro mit Wiedererkennungseffekt

Belly Dance Amerikanische Bezeichnung für den OT

Bodentanz Kommt ursprünglich von den niedrigen Beduinenzelten, hier war der Bewegungsspielraum am Boden größer als im Stehen. Tanzform mit Bodenübungen, in verschiedenen Körperstellungen z.B. auf den Knien oder mit seitlich aufgestütztem Körper. Häufig mit Säbel oder Leuchten.

nach oben

Cabaréstil VAus den amerikanischen Cabarés der 1920 Jahre und in Nachtclubs zur Unterhaltung. Choreographierte Solo- oder Gruppentänze. Typische orientalisch aussehende Kostüme. Elemente aus Ballett und Showtanz.

Chiftetelli Türkischer Folkloretanz und der dazugehörige Rhythmus.

nach oben

Dabke Libanesischer Tanz mit viel Beinarbeit, der mit Stiefeln getanzt wird. Charakteristisch ist das Stampfen. Spiegel eines starken männlichen Bewusstsein. Der Dabke wird in der Gemeinschaft getanzt, in Paar-, Reihen- oder Kreistänzen.

Dance traditionelle arabe Französische Bezeichnung für OT.

Danse du Ventre Französische Bezeichnung für den OT, wörtlich übersetzt "Tanz des Bauches" = Bauchtanz.

Derwischtanz Aus der Türkei. Die Derwische tanzen tranceartig mit nach oben und unten gedrehten Händen schnell um die eigene Achse. Die weißen tellerhaften Kleider (=Tennuren) schwingen dabei weit nach außen.

Doppelschleier Moderne Art des Schleiertanz. Tanz mit zwei Halbrundschleiern, die gemeinsam oder einzeln geführt werden.

Drehtanz Derwischtanz, Zimbeltanz, Tanoura aus Kairo, religiöser Tanz um dem Göttlichen nahe zu sein.

nach oben

Eskanderani Volkstanz Ägypten

Experimenteller OT europäisch-amerikanische Tanzform mit orientalischem Tanzelementen. Freie Musikwahl und Kombination von Tanzelementen und Stilen.

nach oben

Fächertanz Phantasietanz mit Elementen aus Flamenco und OT, auch bei asiatischen Tänzen

Fantasietanz thematische Tänze, z.B. Mondtanz, Tanz der Göttin, Folklore-Oriental Mix, Indian Fantasy, Feuertanz,...

Fellahi von Fellach (Bauer). Bauerntanz aus Ägypten. Symbolisiert das tägliche Leben. Oft mit Krug oder Korb.

Flamenco-Oriental OT mit spanischen Elementen

Folklore Volkstümliche Tänze, die sich meist aus den alltäglichen Arbeiten ableiten. Verfeinerte und verzierte Alltagskleidung getragen.

nach oben

Galabia ägyptischer Begriff für weites, bodenlanges Kleid. In Marokko oder Tunesien = Djellabah

Ghawazi Volksmusik mit Mizmar, Rababa und Trommel. Einfache, sich wiederholende Tanzbewegungen mit strengen Rhythmus, schnelle Vibrationsbewegung der Hüfte, auch mit Zimbeln, Stocktanzpart oder Schwert. Solo- oder Gruppentanz von 2 - 4 Frauen.

Ghaziya, Ghawazee Ägyptische Tänzerin eines Zigeunerstammes. Körperzentrierter Tanz. Spiel zwischen Musik und Bewegung. Kostüme mit Perlen und Zimbeln. Galten im alten Ägypten auch als Prostituierte.

nach oben

Hagallah bedeutet Sprung oder Tanz und ist die Bezeichnung für einen Tanzschritt und einen Beduinentanz aus Westägypten. Der Tanz enthält viele Sprünge und Hüpfer. Er ist Spiel zwischen Mann und Frau, mit viel Mimik und Gestik. Unter anderem Brautwerbetanz, bei dem der Mann ausgesucht wird.

nach oben

Indischer Tanz Hof- und Tempeltanz, regionale Volkstänze (Kathak, Odissi, Barata Natyam)

nach oben

Kereshme In den Harems der Fürstenhöfe getanzt. Sanfte, wiegende, ausdrucksstarke Hand- und Armbewegungen, graziöse Schritte und mitschwingende Körperbewegungen. Später tanzten auch Männer getrennt von Frauen den Kereshme. Bewegungen vergrößerten sich und wurden Qstärker“ getanzt. Der Männertanz wurde unter dem Namen Raks Djaheli bekannt.

Kerzentanz Tanz mit Kerzen in der Hand, z.B. in Haltern, Gläsern, Tabletts, oft mit indischer Musik.

Khaleegy Sauditanz. Tänzerin trägt eine Abaya. Die Haare werden offen getragen und schwingen zum Saudirhythmus. Die überlangen Gewänderwerden in den Tanz mit einbezogen. Handshimmies, um das in Flammen stehende Herz zu symbolisieren. Kleine, graziöse Schritte. Gruppentanz.

nach oben

Latin- Oriental orientalischer Tanz mit Stilelementen aus dem lateinamerikanischen Tanz ( Samba, Salsa, Mambo,...)

Leuchtertanz Tanz mit dem Shamadan (Leuchter). Ägyptischer Unterhaltungstanz mit auf dem Kopf balanciertem großen Leuchter. Typischer Auftritttanz für Hochzeiten

Lichtertanz siehe Kerzentanz

nach oben

Mambo Sudani Tanz aus dem Sudan mit afrikanischen Elementen

Marrokanische Folklore Shaaby

Melaya Leff Volkstanz und Unterhaltungstanz aus Alexandria Ägypten, Melaya = großes Stück Stoff, dass die Frauen eng und figurbetont um den Körper wickeln. Rüschenkleid oder Gesichtsschleier, geschmücktes Kopftuch. Frauensolotanz oder Flirten mit Männern. Zum Schluss tanzen Mann und Frau zusammen. Nachspiel von Alltagssituationen folkloristische Musik mit Frage- Antwort- Gesang oder kleine Geschichte erzählend. Oft Balady im schnellen Maksoum Rhythmus.

nach oben

Nubischer Tanz Volkstanz aus Südägypten, von Männern und Frauen getanzt. Die Frauen sind in farbenprächtige, lange mit Rüschen bestickte Gewänder. Zöpfe sind geflochten und mit einem Schleier bedeckt. Männer tragen reich verzierte Hosen und Hemden. Beide schwärzen sich die Gesichter, um die dunkle Hautfarbe der Nubier zu symbolisieren. Wenige Grundschritte mit Variationen. Gruppentanz.

nach oben  

Orientalischer Showtanz Bühnentanz mit orientalischen Tanzelementen als Solo- oder Gruppentanz. Aufwendige Kostümierung, Musik (Hits, Filmmusik) mit starker Orchestrierung. Anlehnung an übliche Showtänze aus Amerika oder Ballett.

Orientalischer Tanz, OT Bezeichnung für Tänze aus dem Orient. Tanz der den ganzen Körper mit einbezieht. Wichtigstes Prinzip ist die Isolation der Bewegung einzelner Körperteile.

Oujda Kriegstanz aus Marokko. Gruppe aus weiß gekleideten Männern, die sich Ellbogen an Ellbogen festhalten. Vor- und Zurückbewegungen , ruckartig durch Fußstampfen unterbrochen.

nach oben  

Persischer Tanz Tanz aus den persischen Herrscherhäusern

Pharaonischer Tanz mit Thema Pharaonen  

nach oben

Raqs Al-Assaya, Raks Al-Tahtib Bezeichnung für Stocktanz. Ältester Männertanz in Ägypten, geht bis ins Pharaonenreich zurück. In anderen arabischen Ländern wird er auch "Raqs Masri" oder "Ägyptischer Tanz" genannt. Ausdruck eines tänzerischen Kampfes oder der Geschicklichkeit. Männer verwenden dicke Bambusstöcke. Stocktanz als Frauentanz ist modernen Ursprungs. Zeigen der koketten, verführerischen Seite mit einem verzierten oder goldgeschmückten Stock. Rhythmus ist klassisch immer der Saidi.

Raqs Al-Balad populärer Tanz aus Ägypten, Beladi, Frauensolotanz

RAqs Al-Shamadan Bezeichnung für Leuchtertanz

Raqs Said siehe Raks Al-Assaya

Raqs Sharki, Raqs al Sharqi übersetzt „Tanz des Ostens“, klassischer Bauchtanz mit Elementen aus Ballett und anderen internationalen Tanzformen

nach oben

Säbeltanz Beduinenvolkstanz, Männervolkstanz aus Kaukasus- und Nahostregion. Ursprung des Säbeltanzes ist umstritten. Zählt heute zum modernen Phantasietanz. Amazonenhafte Tanzform. Bodentanzparts.

Saidi ägyptischer Volkstanz

Samba- Oriental orientalischer Tanz mit arabisch-lateinamerikanischer Musik im Sambastil und Stilelementen des brasilianischen Samba

Saudi Volkstanz aus der Golfregion, siehe auch Khaleegy

Scanderani Fischertanz aus Ägypten, Mittelmeerküste. Nachstellung des Fischerlebens.

Schlangentanz Tanz mit lebenden Schlangen oder Darstellung der Schlange im Tanz mit wellenförmigen Bewegungen.

Schleiertanz Ägypterinnen und Orientalinnen benutzten den Schleier nur zum Reinkommen auf die Bühne. Amerikanerinnen und Europäerinnen entwickelten ihn weiter zum eigentlichen Schleiertanz. Tanz mit dem Rechteck- oder Halbrundschleier, Doppelschleier, Tanz der 7 Schleier als thematischer Tanz der Salome. Drapieren um den Körper, geworfene oder gezogenen Schleierfiguren im türkischen Tanz auch mit Zimbeln getanzt.

Schwerttanz Tanz mit Schwertern, siehe auch Säbeltanz

Sirtaki griechischer Volkstanz

Stocktanz siehe Raqs Al-Assaya

Suher- Zaki- Stil ägyptische Tänzerin. Entwickelte den Suher- Zaki- Schritt

nach oben

Taksim Tanzinterpretation eines Instrumentensolos, weiche Melodiefolge, Bestandteil einer Tanzroutine

Tamburintanz Tanz mit Tamburin, meist als "Zigeunertanz " dargestellt

Tango-Oriental OT mit Stilelementen und argentinischer Tangomusik

Therapeutischer Bauchtanz für Schwangere und Rückengymnastik oder als Therapie

Tribal siehe Tribal

Trommelsolo Teil einer Bauchtanzroutine, beherrscht von Trommeln und Rhythmuswechseln

Tüchertanz Tänze aus Algerien, Asien, Spanien. Mit einem oder mehreren Tücher.

nach oben

Volkstänze hauptsächlich ägyptische Folkloretänze oder Unterhaltungstänze

nach oben

Zaar, Zar ritueller Tanz im Zaar- Rhythmus. Ägyptisches Frauenheilungsritual. Zar ist dabei der Name der gesamten Zeremonie oder für die Krankheit oder dem Geist von dem der Kranke geheilt werden soll. Zeremonie wird durch eine Sheikat (arabische Heilerin) durchgeführt. Rhythmus und Melodie ist für einen bestimmten Geist. Die Besessene beginnt zu tanzen, die bösen Geister werden in der tänzerischen Zeremonie gebannt und ausgetrieben. Trance- und Ekstasetänzen. Umstrittene Darstellung auf der Bühne.

Zhagareet Schrilles Trillern. Schnelle Bewegungen der Zunge gegen den Gaumen. Zum Anfeuern von Menschen bei festlichen Anlässen wie Hochzeiten, Festen und Tänzerinnen

Zigeunertanz Gipsy-Fantasie, Oriental Gypsy. Russische, ungarische, türkische, griechische, mazedonische, serbische, rumänische Zigeunermusik und Tanz. Mix aus Zigeuner- und Landesfolklore, Jazz usw., Ähnlichkeiten mit Wesensart des Flamenco in Tanz und Vorführung, einfache Instrumentierung in kleinerer Gruppe mit Geige, Gitarre, Blechblasinstrumente, Trommeln, Fingerschnalzen. Typischer Gesangstil.

Zimbeltanz Tanz mit Rhythmusinstrument Zimbel

nach oben

Quellennachweis: Die hier aufgeführten Daten basieren auf einer Internetrecherche internationaler Seiten, ergänzt durch Bücher und persönliche Erfahrung. Für deren Richtigkeit übernehme ich keine Garantie.